Zinshaus-Schwund in Wien

Der Altbau ist einer der beliebtesten Wohnorte Österreichs. Allein in Wien beträgt der Anteil an Gründerzeithäusern stolze 64%. Und doch ist dieser Wert stetig am Sinken. Warum das so ist, sehen wir uns im heutigen Artikel an.

Zinshäuser prägen das Wiener Stadtbild wie kein anderer Baustil und Altbau-Wohnungen gehören zu den wohl beliebtesten Heimen des Bundeslandes. Egal ob als Studenten-WG, Familiensitz oder Praxis – der Altbau ist facettenreich und passt sich den Bedürfnissen seiner Mieter*Innen an. Er punktet stets mit hohen Decken, hochwertigen Echtholzböden und großen Fenstern, die für lichtdurchflutete Räume sorgen. Seit der Einführung des Richtwerts, der die maximal zulässige Höhe des Mietzinses regelt, werden Wohnungseigentümer*Innen durch das Vermieten einer Altbau-Wohnung jedoch nicht mehr reich und lukrativere Alternativen werden dadurch immer attraktiver. Wie die Wiener Zeitung berichtete, sind laut einer Studie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zwischen 2007 und 2019 fast 12 % der Wiener Gründerzeithäuser verschwunden. Während es im Jahr 2007 noch 17.829 Zinshäuser in Wien gab, waren es Mitte Jänner des Jahres 2022 nur mehr 13.725.

Zerstückelung, Verkauf oder Abriss

Eine Variante, die den Vermieter*Innen lukrativ erscheint, ist das Zerstückeln des Zinshauses. Hierbei werden Altbau-Wohnungen saniert und anschließend teuer als Luxus-Eigentumswohnungen verkauft. Oder aber das komplette Zinshaus wird verkauft. Dies hat oftmals Auswirkungen auf die Mieter*Innen, besonders, wenn es im unteren Teil des Hauses, wie es früher Tradition war, einen Gewerbebetrieb gibt. Denn ein Gewerbebetrieb senkt den Kaufpreis, was Vermieter*Innen nicht gerne sehen, denn es würde den Gewinn mindern. Ein Blick auf den Immobilienmarkt zeigt, dass nach einem eher schwachen Verkaufsjahr 2020 seit 2021 wieder ein Aufwärtstrend im Bereich der Zinshausverkäufe zu spüren ist und im letzten Jahr insgesamt 668 Verkäufe stattgefunden haben.

Eine andere Variante ist der komplette Abriss des Gründerzeithauses, um einen Neubau zu errichten. Mieten in Neubauten sind nämlich nicht gedeckelt und Vermieter*Innen können sich beim Mietpreis nach Lust und Laune austoben. Ein Abriss ist jedoch nur dann möglich, wenn sich keine Mieter*Innen mehr im Zinshaus befinden!

Miete zurückholen

Dass Vermieter*Innen oftmals gerne mehr mit ihrer Immobilie verdienen würden, als gesetzlich erlaubt ist, ist ein Tatbestand, der in Österreich deutlich spürbar ist. Nach wie vor sind 9 von 10 Altbaumieten zu hoch, da sich entweder nicht an den Richtwert gehalten wird, absurde Möbelmieten oder aber Ablösezahlungen verlangt werden. All diese Dinge sind nicht legal und genau aus diesem Grund wurde faireMiete gegründet, um dafür zu sorgen, dass der verlangte Mietzins einem fairen Niveau entspricht. Illegale Ablösen oder nicht legitime Möbelmieten können auch im Nachhinein noch zurückgefordert werden.

Melde dich am besten heute noch bei faireMiete.at, damit wir dich dabei unterstützen können, dein Recht auf eine faire Miete durchzusetzen. Du kannst uns entweder telefonisch: +43 676 3507500 oder aber per Mail: info@faireMiete.at erreichen.

Wir freuen uns dir helfen zu dürfen!

Diese Fragen bekommen wir häufig gestellt...

Was ist ein Gründerzeithaus?

Als Gründerzeithäuser, also Altbauten, werden Gebäude bezeichnet, die zwischen 1848 und 1918 errichtet wurden. Die Mieten sind hier an einen Richtwert gebunden, der unbedingt eingehalten werden muss. Solltest du zu viel Mietzins bezahlen, dann melde dich noch heute bei faireMiete.at.

Wo ist die Altbau-Miete geregelt?

Altbau-Mieten sind an einen Richtwert gebunden, der den maximal zulässigen Mietzins pro Quadratmeter festlegt. Festgeschrieben ist dies im Mietrechtsgesetz (MRG). Hat sich deine Vermietung nicht an die zulässigen Richtwerte gehalten, dann melde dich bei faireMiete.at.

Wieso verschwinden so viele Altbauten?

Durch die gesetzlich geregelte Höchstmiete ist es oftmals nicht lukrativ genug, Altbau-Wohnungen zu vermieten. Daher werden die Zinshäuser oft zerstückelt, verkauft oder gänzlich abgerissen.

Wieviele Altbauten gibt es in Wien?

Der Anteil an Gründerzeithäusern in Wien beträgt etwa 64%, wobei der Trend abwärts geht.

Was kann ich tun, wenn ich zu viel Mietzins zahle?

Melde dich bei faireMiete.at, damit wir dir bei der Senkung deines Mietzinses helfen können!

Wirken sich Gewerbebetriebe auf den Verkauf eines Zinshauses aus?

Ja, Gewerbebetriebe senken den Verkaufswert eines Zinshauses.

Was kann ich tun, wenn ich illegale Ablösen gezahlt habe?

Illegale Ablösen können durch faireMiete.at zurückgefordert werde, melde dich am besten gleich bei uns!