Das Mietrechtsgesetz (MRG) und faire Mieten:

Kurzzusammenfassung: In diesem Artikel besprechen wir von http://fairemiete.at auf welcher gesetzlichen Grundlage Verträge von Mietwohnungen in Wien und anderen größeren Städten in Österreich typischerweise geregelt werden. Wir gehen darauf ein, wie ein Mietverhältnis abgeschlossen werden kann und wann das MRG Anwendung findet. Wir besprechen, ob das MRG zwischen Mieter und Vermieter vereinbart werden muss, damit es Anwendung findet. Schlussendlich geben wir Auskunft zum Thema gerechte und faire Miete, mit Fokus auf Altbau in Wien. Viel Spaß beim Lesen!

Wo werden Mietverhältnisse gesetzlich geregelt?

Grundsätzlich werden in Österreich Vereinbarungen über Bestandgegenstände im Allgemeinen Bürgerlichen Gesetzbuch (ABGB) geregelt. Der österreichische Gesetzgeber hat sich allerdings dazu entschlossen durch die Schaffung des Mietrechtsgesetzes (MRG) für manche Mietverhältnisse teilweise zwingende Regelungen zu schaffen. Findet das Mietrechtsgesetz auf ein Mietverhältnis Anwendung, so gilt das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB) dennoch subsidiär weiter. Gilt das MRG nicht, so kommt auf die Überlassung einer Wohnung zur Miete das ABGB zur Anwendung.

Das Mietrechtsgesetz ist nicht nur für den Mieter vorteilhaft

Beim Mietrechtsgesetz handelt es sich aus mehreren Gründen um ein nicht nur für die Mieter vorteilhaftes, sondern auch für das gesellschaftliche Zusammenleben durchaus förderndes Gesetz. Es liegt nicht nur im Interesse der Mieter gerechte und faire Mieten in Städten wie Wien zu ermöglichen, sondern auch im Interesse der Wirtschaft, der Bürger, der sozialen Gerechtigkeit, sowie der Lebensqualität der Einwohner. An diesen Vorteilen haben natürlich auch Vermieter großes Interesse und stehen daher auch ein Großteil der Vermieter für eine angemessene Miete ein.

Kann das Mietrechtsgesetz vom Vermieter umgangen werden?

Da die Berechnung der gesetzlich zulässigen Miete im Altbau oftmals sehr schwer sein kann, kommt es in der Praxis vermehrt vor, dass Vermieter eine zu hohe Miete vom Mieter verlangen. Der angemessene Mietzins wird daher oft auch unabsichtlich teils erheblich überschritten. Dem Mieter steht sowohl bei einem befristeten als auch unbefristeten Mietvertrag das Recht auf eine Überprüfung einer möglichen Mietzinsreduktion zu. Bei einem unbefristeten Mietvertrag ist die Dauer der Mietzinsüberprüfung auf 3 Jahre ab Mietvertragsunterzeichnung beschränkt.

Wir von faireMiete überprüfen gerne, ob Ihnen eine Rückzahlung von zu viel gezahlter Miete zu steht und führen eine Geltendmachung Ihrer sinnhaften Ansprüche für Sie durch. Unter https://fairemiete.at könnten Sie einen ersten Vorabcheck durchführen und direkt Kontakt mit uns aufnehmen.

Ob eine Mietpreisreduktion zur Anwendung kommt, hängt von mehreren Faktoren ab

Ob das Mietrechtsgesetz zur Anwendung gelangt oder nicht, obliegt nicht einer gesonderten Vereinbarung der Parteien. Die Anwendung hängt ausschließlich von den tatsächlich vorliegenden Umständen Vorort ab. Der Mieter und der Vermieter können auch nicht einvernehmlich von der zwingenden Anwendung des MRG abweichen. Das Mietrechtsgesetz ist grundsätzlich auf einen Großteil der Wohnungen im Altbau in Wien und Wien-Umgebung anwendbar, wenn sich die gegenständliche Wohnung in einem Gebäude befindet, in welchem mehr als 2 Wohnungseinheiten/Geschäftsräume bestehen. Für eine genauere Prüfung sind natürlich noch weitere Informationen notwendig, wie insbesondere das Baujahr des Gebäudes und ob eine Generalsanierung in jüngerer Vergangenheit durchgeführt wurde. Auch ein Lagezuschlag und eine etwaige Förderung spielen eine beachtliche Rolle. Genauere Informationen wann eine gesetzliche Mietdeckelung zutrifft, finden Sie hier: https://fairemiete.at/wissen/mietpreisberechnung

Abweichungen vom MRG sind nur zu Gunsten des Mieters zulässig

Die im Mietrechtsgesetz vorgesehenen Bestimmungen sind zu einem großen Anteil einseitig zwingend. Das bedeutet, dass von den Regelungen nur zu Gunsten des Mieters abgewichen werden darf. Sieht der Mietvertrag dem Mietrechtsgesetz widersprechende Regelungen zu Lasten des Mieters vor, sind diese nichtig. Dem Vermieter soll es nicht möglich sein für einen Mieter zu nachteiligen Regelungen (zum Beispiel zu einer gerechten und fairen Miete) vorzunehmen. Mit anderen Worten kommt solchen Abweichungen vom Mietrechtsgesetz keine Wirkung zu.

Mit Bezug auf die Anwendbarkeit des Mietrechtsgesetzes auf Mietverhältnisse unterscheidet man zwischen teilweiser und voller Anwendung, sowie der Ausnahme vom MRG. Wann das Mietrechtsgesetz tatsächlich zur Anwendung kommt und ob es auf Ihren Mietvertrag anzuwenden ist, prüfen wir von http://fairemiete.at jederzeit gerne kostenlos für Sie. Hierzu reicht eine E-Mail an info@fairemiete.at und wir berechnen Ihnen gratis die für Ihre Wohnung zulässige maximale Miete.

Wie entsteht ein Mietverhältnis? Kann ein Mietvertrag auch mündlich abgeschlossen werden?

Ein Mietverhältnis entsteht grundsätzlich nach Abschluss eines Mietvertrages zwischen Mieter und Vermieter. Dieser kann, muss allerdings nicht schriftlich erfolgen. Eine Mietvereinbarung kann auch konkludent geschehen. Das heißt, dass der Mieter und der Vermieter eine Vereinbarung nicht durch Worte, sondern durch ihre Handlungen abschließen. So stellt es unter Umständen einen Mietvertrag dar, wenn der Mieter in einer Wohnung vom Vermieter wohnt, für diese Wohnmöglichkeit eine monatliche Zahlung leistet und zwischen den Parteien nicht klargestellt wurde, dass kein Mietvertrag vorliegt. Wir von http://fairemiete.at arbeiten eng mit spezialisierten Anwälten in Miet- und Immobilienrechtssachen und beraten Sie gerne über das Vorliegen eines Mietvertrages. In diesem Zuge überprüfen wir gerne, ob der von Ihnen bislang gezahlte Mietzins zu hoch ist, weil er dem Mietrechtsgesetz widerspricht. Sie können auch direkt unseren Mietrechner verwenden, um Ihre faire Miete zu berechnen.

Neben einem Mietverhältnis könnten ebenfalls andere Formen wie ein Wohnrecht (Wohnungsgebrauchsrecht) oder ein Prekarium vorliegen. Bei einem Prekarium etwa handelt es sich um eine für den Mieter unentgeltliche Nutzung der Wohnräume. Allerdings kann ein Prekarium jederzeit widerrufen werden. Wurde ein Prekarium widerrufen, kann der ehemalige Nutzer jederzeit via Räumungsklage dazu gezwungen werden die Wohnung zu verlassen. Eine erste Überprüfung führen wir gerne kostenlos und unverbindlich für Sie durch. Sie können uns dafür Ihren Mietvertrag an info@fairemiete.at übermitteln.

Was ist eine gerechte und faire Miete?

Wie bereits oben ausgeführt, gilt für einen Großteil der Wohnungen im Altbau, welche in Wien und Wien-Umgebung vermietet werden, das Mietrechtsgesetz. Vermieter müssen sich sohin an die Obergrenzen der maximal zu verlangenden Mietzinszahlungen halten. Dem Mieter steht das Recht frei die vom Vermieter vorgeschriebene Miete überprüfen zu lassen. Wir von faireMiete führen unter https://fairemiete.at eine kostenlose Vorüberprüfung ihres zu zahlendem Mietzins durch und treffen Sie gerne persönlich um ein gemeinsames Vorgehen zu besprechen. Auf unserer Website können Sie mit dem Mietzinsrechner einen ersten Schritt zur Berechnung der fairen Miete setzen.

Wir sind auf die Überprüfung des Mietzinses, sowie die Geltendmachung von etwaigen Rückzahlungsansprüchen aufgrund zu hoher Mietzinszahlungen spezialisiert und helfen Ihnen gerne weiter.

Ist eine nachträgliche Mietpreisreduktion möglich?

Eine nachträgliche Überprüfung vereinbarter Mietzinsverpflichtungen ist Ihr gutes Recht als Mieter und aus diesem Grund auch gesetzlich verankert. Aufgrund bestehender Fristen raten wir die Geltendmachung der Ansprüche zusammen mit einem Spezialisten durchzuführen und würden wir uns natürlich freuen, falls Sie mit uns von https://faireMiete.at arbeiten möchten.

Aus zahlreichen Gesprächen mit Mietern und Vermietern ist unseren Mitarbeitern die Konfliktsituation zwischen den Vertragspartnern bekannt und gelingt uns häufig eine außergerichtliche, zügige Lösung, mit welcher beide Seiten zufrieden sind.

Eine nachträgliche Mietzinsüberprüfung dient der Einhaltung des Gesetzes und ist insofern auch im Sinne des Gesetzgebers.

Wir freuen uns Ihnen in unseren nächsten Artikeln nähere Informationen zu den interessanten Themen rund um faire Mieten wie insbesondere zu den Betriebskosten, der Betriebskostenabrechnung, dem Lagezuschlag, zum Mietkauf (samt Finanzierungsmöglichkeiten) und vielem mehr liefern zu können.

Wir hoffen Sie konnten viele neue Informationen erhalten sowie bestehendes Wissen verfestigen und sind wir auf Ihr Feedback unter info@fairemiete.at gespannt sowie jederzeit bereit Sie bei der Überprüfung ihres Mietvertrages zu beraten.

Beste Grüße Ihr faireMiete-Team